Bäcker in Norddeutschland: Wir wollen backen statt Akten

Bäcker in Norddeutschland: Wir wollen backen statt Akten

Bäcker in Norddeutschland: Wir wollen backen statt Akten

Kategorie:PRESSEPresse HamburgPresse Mecklenburg-VorpommernPresse Niedersachsen/BremenPresse Schleswig-Holstein

26. August 2021

Handwerksbäcker starten Plakataktion und fordern deutlichen Bürokratieabbau nach der Bundestagswahl

Die Innungsbäcker im Norden wollen backen und ihre Kunden verwöhnen, statt Akten zu wälzen, Verordnungen studieren oder sinnlose Listen zu führen! Nahezu ein Fünftel ihrer Arbeitszeit investieren die Bäckermeister und ihre Angestellten 2021 in bürokratische Aktivitäten.

Aus diesem Grund starten die norddeutschen Innungsbäcker aus den Bundesländern Bremen, Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ab dem 01.09.2021 eine Plakataktion in den Innungsbäckereien, um ihre Forderungen an die Öffentlichkeit zu tragen.

„Täglich haben wir viele Tausend Kunden, die unsere Backwaren kaufen. Über den Aushang von verschiedenen Motivplakaten in unseren Filialen, Social Media und Pressearbeit werden die Innungsbäcker ihre Forderung in den kommenden Wochen an die Politik platzieren“, so Maren Andresen, Bäckermeisterin und Vorsitzende der Dachorganisation der norddeutschen Innungsverbände, der Bäcker- und Konditorenvereinigung Nord e.V.. Bei den Anzeigentestimonials handelt es sich um „echte“ junge Bäcker.

„Die Belastungen durch Meldepflichten an die Statischen Ämter, Aufzeichnungspflichten, das Führen von Kontrolllisten bis hin zur „Bonausgabepflicht“ sind nach wie vor immens. Konkrete Vorschläge zum Bürokratieabbau sind z.B. vom Normenkontrollrat Baden-Württembergs erarbeitet worden und warten auf die Umsetzung“, kommentiert Verbandsgeschäftsführer Jan Loleit.

Bereits seit 2020 ist das Bürokratieentlastungsgesetz III in Kraft. Die Entlastungen sind aber weder ausreichend noch bei den Betrieben im Ansatz spürbar. Im Gegenteil die Melde- und Auskunftspflichten nehmen noch zu. Viele Bäckerbetriebe sind zudem durch die Corona-Krise zusätzlich belastet. Um die Folgen zu bewältigen, brauchen sie Bedingungen, die möglichst wenig belasten und eine zügige wirtschaftliche Erholung möglich macht.

Die Bäckerinnungsverbände und ihre Innungen im Norden fordern, dass spätestens bei Koalitionsverhandlungen nach der Bundestagswahl die Entbürokratisierung den Stellenwert erhält, der zwingend geboten ist.

Gerade im Hinblick auf künftige Generationen, die das Bäckerhandwerk in die Zukunft führen sollen, ist eine Entlastung im Bereich der Bürokratie zwingend notwendig. „Die Bürokratiepflichten führen mittlerweile dazu, dass Betriebe vorzeitig aufgeben oder keinen Nachfolger finden. Es kann nicht sein, dass der Mittelstand im Bäckerhandwerk mit seiner Produktvielfalt und vor allem die damit verbundenen Arbeitsplätze weiter geschwächt werden!“, so die Bäckermeisterin Andresen.

Auch der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks wendet sich aktuell an die Politik, um vor allem kleine und mittelständische Familienunternehmen (KMU) beispielsweise bei den Kennzeichnungspflichten zu entlasten oder Statistikpflichten belastungsärmer zu gestalten.

Gerne vermitteln wir Ansprechpartner in den Betrieben, die Ihnen die konkreten Auswirkungen auf den Betrieb bzw. die Region erläutern.

Ansprechpartner

Geschäftsführer der BKV-Nord e.V.
Dipl. Volksw. Jan Loleit
Mobil: 0171 8335451

Vorstandsvorsitzende der BKV-Nord e.V.
LIM Maren Andresen
Mobil: 0160-7749679

ZURÜCK